Biologisches und chronologisches Alter
Für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden spielt das biologische Alter eine entscheidende Rolle. Dieses sagt etwas über unseren aktuellen Gesundheitszustand aus – also wie der tatsächliche Zustand unseres Körpers ist. Es kann demnach deutlich von unserem chronologischen Alter abweichen.
Das biologische Alter wird maßgeblich von unserer Lebensweise und äußeren Umwelteinflüssen bestimmt. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Gene dabei eine geringere Rolle spielen als lange angenommen. Vielmehr ist es die Kombination von Genen und schädlichen Umwelteinflüssen, die beeinflusst, wie schnell oder langsam wir alt und letztendlich krank werden. Dies wird unter dem Begriff Epigenetik zusammengefasst. Anhand von definierten Biomarkern kann das biologische Alter eines Menschen exakt bestimmt werden.
Folgende Parameter geben darüber Aufschluss:
- Blutdruck
- Herzfunktion
- Nieren- und Leberfunktion
- Seh- und Hörvermögen
- Cholesterinwerte
- Gelenkbeweglichkeit
- Zustand der kleinen Gefäße hinter den Augen, die exemplarisch für den aktuellen Befund der Hirngefäße fungieren
Wer bezüglich dieser Faktoren schlecht abschneidet, ist biologisch älter als sein tatsächliches chronologisches Alter und wird höchstwahrscheinlich früher mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen haben als andere im gleichen chronologischen Alter mit einer gesunden Lebensweise.
Longevity: die vier Säulen für eine gesunde Lebensweise
Was bedeutet nun eine gesunde Lebensweise im Einzelnen und welche Faktoren spielen tatsächlich eine fundamentale Rolle beim Begriff Longevity? Die Deutsche Longevity Gesellschaft hat die wesentlichen Forschungserkenntnisse in vier Säulen zusammengefasst:
Im Schlaf regeneriert und restauriert sich unser Körper auf natürliche Art und Weise. Wer nicht auf einen ausreichend langen und erholsamen Schlaf achtet, altert schneller, ist tagsüber meist schlecht gelaunt und in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Warum das so ist, hat was mit unserem biologischen Rhythmus zu tun: Bestimmte Wachstumshormone werden in der Tiefschlafphase ausgeschüttet. Das Wachstumshormon oder GH (Growth Hormone) steuert nicht nur das Größenwachstum, es ist auch ein potentes Anti-Aging-Hormon, in dem es die Kollagenproduktion in der Haut sowie die Zellproliferation und Zellreifung in Haut, Haare und Schleimhäute anregt.
Die Interaktionen unserer Hormone im Schlaf sind sehr komplex. Das Schlafhormon Melatonin reguliert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und fungiert ähnlich dem GH als ein Anti-Aging-Hormon. Die Bildung antioxidativer Enzyme wie beispielsweise Superoxiddismutase (SOD), Glutathionperoxidase (GPx) und die Glutathionreduktase (GR) wird durch Melatonin getriggert. Diese enzymatischen Radikalfänger sind Teil unseres antioxidativen Schutzsystems, indem sie freie reaktive Sauerstoffradikale unschädlich machen und in weniger für den Organismus gefährliche Verbindungen überführen. Funktioniert unser antioxidatives Schutzsystem nicht gut genug, weil wir einen Mangel an Antioxidantien haben oder durch Genussmittelkonsum wie Tabak, Alkohol oder auch durch UV-Strahlung einen hohen Bedarf an Antioxidantien benötigen, ist das Auftreten von Alterungserscheinungen wie Falten und Pigmentflecken sowie Krankheiten vorprogrammiert. Diese können Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Hautprobleme, Haarausfall und im Extremfall Tumorerkrankungen sein.
Fazit: Achten Sie auf Ihren „Schönheitsschlaf“, gehen Sie rechtzeitig ins Bett, essen Sie mindestens vier Stunden vor dem Zubettgehen nichts mehr, trinken Sie weder Kaffee noch Alkohol oder Energie Drinks und legen Sie das Handy mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen bei Seite – am besten aktivieren Sie den Flugmodus oder schalten es ganz aus.
Leiden Sie unter Einschlafstörungen? Kleiner Tipp: Bananentee oder Bananenwasser ist dank seines hohen Gehalts an Tryptophan (Vorstufe des Serotonins und Melatonins) eine natürliche Hilfe beim Einschlafen.
Im Idealfall sollte eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung unseren Körper mit lebensnotwendigen Stoffen, Mineralien und Vitaminen versorgen. Eine Fast-Food-Mahlzeit bestehend aus Pommes, Currywurst und Co. sättigt uns zwar für eine kurze Zeit, gibt unserem Körper jedoch nicht, was er tatsächlich braucht. Zudem sind solche Lebensmittel schlicht und ergreifend schädlich für unseren Körper. Sie beinhalten chemische Zusätze wie Emulgatoren, Konservierungs- und Farbstoffe etc., die unsere Leber über die Jahre belasten. Viele Nahrungsmittel sind gentechnisch manipuliert und können im Darm schwerwiegende Probleme auslösen. Mit einfachen Worten: Essen kann uns über die Jahre gesund oder krank machen. Sie merken dies, wenn Sie dauernd unter Verdauungsproblemen (Reizdarm) oder Hautproblemen leiden, Allergien entwickeln oder sich schneller erkälten.
Durch eine gesunde Ernährung altern wir langsamer. Unsere Ernährung sollte an unser Alter angepasst werden, denn mit zunehmendem Alter ändert sich z. B. der Bedarf des Körpers. Konkret heißt das: Ab 40 Jahren sollten wir mehr darauf achten, proteinreich zu essen, da wir beginnen, Muskelmasse zu verlieren. Wir brauchen gesunde Fette, um genügend Hormone zu produzieren. Um Pigmentflecken, Falten und Alterswarzen vorzubeugen, sollten wir auf den Verzehr von Obst und Gemüse achten, da sie besonders reich an Antioxidantien (z. B. Vitamin C, Glutathion etc.) sind und dabei helfen, freie Sauerstoffradikale zu neutralisieren. Eine regelmäßige Entgiftung der Leber – dem wichtigsten Stoffwechselorgan – ist essenziell. Eine zunehmende Leberverfettung durch übermäßigen Konsum von Kohlenhydraten (vor allem Zucker) und die Ablagerung von giftigen Stoffen in den Leberzellen verlangsamen unseren Stoffwechsel, was unsere Leistungsfähigkeit beeinflusst.
Fazit: Achten Sie auf eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit Obst, Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukten sowie Fleisch in Maßen. Trinken Sie außerdem ausreichend Wasser.
Es ist bekannt, dass Sport das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senkt, unsere Stimmungslage verbessert und unsere Muskeln aufbaut. Sport ist nicht nur gut für unsere Figur, sondern bietet noch weitaus mehr Vorteile: Er trägt dazu bei, Reparaturmechanismen in den Zellen anzuregen und die sogenannte Telomerase zu aktivieren. Dabei handelt es sich um ein Enzym, welches die Telomere (Enden der Chromosomen) vor Verkürzung schützt und sogar die Verlängerung dieser einleitet. Somit schützt Sport unsere Chromosomen vor gefährlichen Mutationen, die zu Zellentartungen und damit zu Krebs führen können.
Es gilt als unumstritten, dass ein gutes psychisches Wohlbefinden einen positiven Einfluss auf die Lebenserwartung hat. Wenn wir glücklich, zufrieden und emotional ausgeglichen sind, kann das Stress reduzieren, das Immunsystem stärken und insgesamt die Gesundheit fördern. Das bedeutet, dass das Pflegen eines positiven Geisteszustands, soziale Kontakte und Stressmanagement wichtige Faktoren für ein langes und gesundes Leben sein können.
Longevity in Magdeburg – individuelle Beratung zu einem gesunden Lebensstil
Um Ihnen zu einem langen, gesunden Leben zu verhelfen, hat Frau Dr. Balgon u. a, die Hormonmedizin, die Infusionstherapien und die Mesotherapie in ihr Spektrum integriert. Denn es gilt nach wie vor: Schönheit kommt von innen. Mangelzustände spiegeln sich häufig im Gesicht, auf der Haut und an den Haaren wider. Damit unsere Behandlungen maximale Erfolge erzielen können, ist es immens wichtig, Mangelzustände und hormonelle Dysbalancen gezielt und nachhaltig auszugleichen. Balgon Aesthetics ist Ihr kompetenter Partner auf Ihrem individuellen Weg zu mehr Longevity.
Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, kontaktieren Sie uns gern für ein individuelles Beratungsgespräch in unserer ästhetischen Chirurgie in Magdeburg. Einen Termin können Sie telefonisch 0176 81246918, per E-Mail oder via WhatsApp mit unserem Team vereinbaren. Wir freuen uns auf Sie!



