Gründe für einen Implantatwechsel
Zunächst ist festzuhalten, dass ein routinemäßiger Austausch von modernen Brustimplantaten nach einer bestimmten Zeit nicht mehr erforderlich ist. Die Brustimplantate sollten in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden (z. B. durch Ultraschall oder MRT). Ist alles in Ordnung, müssen Brustimplantate nicht gewechselt oder entfernt werden, sondern können jahrelang im Gewebe verbleiben.
Wenn jedoch eines der folgenden Szenarien eintritt, ist ein Implantatwechsel in Magdeburg angezeigt:
1. Kapselfibrose
Bei einer Kapselfibrose verhärtet sich die Gewebekapsel um das Implantat und schrumpft zusammen. Im fortgeschrittenen Stadium führt dies zu starken Verformungen oder auch Schmerzen, sodass eine Behandlung erforderlich wird. Dabei werden sowohl die Brustimplantate als auch das betroffene, verhärtete Gewebe (Kapsel) entfernt. Um das Risiko des erneuten Auftretens einer Kapselfibrose zu verringern, kann das Implantatlager beim Implantatwechsel verändert und/oder eine unterschiedliche Oberflächenbeschichtung der Implantate gewählt werden.
2. Schäden am Implantat
Ein weiterer möglicher Grund für einen Implantatwechsel sind Schäden am Implantat wie beispielsweise eine Implantatruptur. Zeigt sich in der bildgebenden Untersuchung eine Beschädigung, eine Veränderung oder ein Fehler an der Implantathülle, wodurch entsprechende Probleme auftreten können, wird ein Implantatwechsel dringend empfohlen.
3. Veränderungen der Brustform
Da die Brüste verschiedenen Einflüssen ausgesetzt sind, kann sich die Brustform und damit das Ergebnis einer Brust-OP mit der Zeit verändern. Im Idealfall sollte die Brust mit dem Implantat eine Einheit bilden. Durch die natürlichen Einflüsse wie Schwerkraft, nachlassende Elastizität (Kollagenabbau), Schwangerschaft, Stillzeit, Wechseljahre, Gewichtsschwankungen und vieles mehr kann es zu einem Absinken der Brust kommen (sog. Wasserfall-Deformität). Die Brust gleitet über dem Implantat nach unten. Auch kann es vorkommen, dass die Implantate nach unten verrutschen (Bottoming Out) und unter der Brustumschlagsfalte sicht- und fühlbar werden. Sollten diese Veränderungen störend sein, kann ein Implantatwechsel in Betracht gezogen werden.
Wann kann eine Implantatentfernung sinnvoll sein?
- Persönliche Wünsche
- Anaplastisch-großzelliges Lymphom (ALCL)
- Breast Implant Illness (BII)
- Rezidiv-Kapselfibrose
Wie wird ein Implantatwechsel in Magdeburg durchgeführt?
Der Implantatwechsel verläuft ähnlich wie die ursprüngliche Brustvergrößerung oder Bruststraffung mit Implantat. Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt. Je nach Befund und Umfang dauert die Operation in der Regel ein bis zwei Stunden.
Um das Brustimplantat entfernen zu können, wird die Narbe der Brustoperation eröffnet. Dadurch entstehen im Normalfall keine weiteren Narben. In seltenen Fällen können zusätzliche Operationszugänge notwendig sein, um das Implantat sicher zu tauschen. Das Silikonimplantat wird vorsichtig aus der bei der Brustoperation gebildeten Gewebetasche herauspräpariert. Liegt eine Kapselfibrose vor, wird auch die fibrosierte, geschrumpfte Kapsel entfernt.
Das neue Implantat wird dann in die vorhandene Gewebetasche eingesetzt oder es wird eine neue Gewebetasche präpariert, in die das Silikonimplantat sicher eingebracht wird. Dies hängt vom Befund und den Wünschen der Patientin ab: Soll das Implantat beispielsweise nicht mehr unter, sondern auf dem Brustmuskel platziert werden, muss die Operation entsprechend angepasst werden und kann dadurch länger dauern. Da es sich beim Implantatwechsel um eine Revisionsoperation handelt, werden üblicherweise Drainagen eingesetzt, die in der Regel nach wenigen Tagen wieder entfernt werden können.
Je nach Ausgangssituation kann die Brust zusätzlich korrigiert werden, zum Beispiel durch eine Straffung, um erschlaffte Brüste wieder in eine jugendliche und harmonische Form zu bringen. Diese Möglichkeiten wird Dr. Balgon mit Ihnen persönlich besprechen, um das für Sie beste Vorgehen festzulegen.
Hinweise zur Schonung und Nachbehandlung
Nach dem Implantatwechsel bleiben Sie etwa eine Nacht in der Klinik. Die weitere Nachsorge erfolgt ambulant. Wie bei der ersten Brustoperation tragen Sie nach der Behandlung für etwa sechs Wochen einen Kompressions-BH, um die Brust zu stützen und die Heilung zu fördern. Körperliche Anstrengung und Sport sollten Sie mindestens sechs Wochen lang vermeiden, damit die Wunden optimal heilen können und die Narben möglichst fein und unauffällig werden.
Die meisten Patientinnen sind nach etwa einer Woche wieder gesellschaftsfähig. Je nach beruflicher Tätigkeit kann auch die Arbeit nach etwa ein bis zwei Wochen wieder aufgenommen werden. Die Fäden werden nach etwa zwölf Tagen gezogen. Wenn selbstauflösendes Material verwendet wurde, ist kein Fadenzug erforderlich. Nach dem Implantatwechsel finden in unserer Praxis für Ästhetische Chirurgie in Magdeburg regelmäßige Kontrolluntersuchungen statt, um den Heilungsverlauf und das Ergebnis zu beurteilen.
Was kostet ein Implantatwechsel in Magdeburg?
Die Kosten für einen Implantatwechsel hängen von individuellen Faktoren ab. Eine verlässliche Auskunft kann Ihnen Dr. Balgon erst nach einem persönlichen Beratungsgespräch und einer sorgfältigen Untersuchung geben. Im Durchschnitt ist mit Kosten ab ca. 4.500 Euro zu rechnen.
Erfahren Sie mehr über den Implantatwechsel – kontaktieren Sie uns!
Möchten Sie mehr über den Implantatwechsel nach einer Brustoperation erfahren und sich dazu von einer Expertin beraten lassen? Dann kontaktieren Sie uns und vereinbaren Sie einen Termin bei Balgon Aesthetics. Wir helfen Ihnen gern weiter und beantworten alle Ihre Fragen rund um den Implantatwechsel.



